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Standard des
Siberian Husky
Ursprung: U.S.A.
Datum der Publikation des gültigen Originalstandards
:28.11.1990
Verwendung: Schlittenhund
Klassifikation F.C.I.: Gruppe 5 (Spitze und Hunde vom Urtyp)
Sektion 1 (Nordische Schlittenhunde)
Ohne Arbeitsprüfung
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:
Der Siberian Husky ist ein mittelgroßer Arbeitshund, schnell,
leichtfüßig, frei und elegant in der Bewegung. Sein mäßig kompakter,
dichtbehaarter Körper, die aufrecht stehenden Ohren und die buschige
Rute weisen auf die nordische Herkunft hin. Seine charakteristische
Gangart ist fließend und anscheinend mühelos. Er ist nach wie vor
äußerst fähig, seine ursprüngliche Aufgabe als Schlittenhund zu erfüllen
und leichtere Lasten in mäßigem Tempo über große Entfernungen zu ziehen.
Die Proportionen und die Form seines Körpers spiegeln dies grundlegend
ausgewogene Verhältnis von Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer wider.
Die Rüden sind maskulin, aber niemals grob; die Hündinnen sind feminin,
aber ohne Schwächen im Aufbau. Ein Siberian Husky in richtiger
Kondition, mit gut entwickelten, straffen Muskeln, hat kein Übergewicht.
GRÖSSE, PROPORTION, SUBSTANZ:
Widerristhöhe : Rüden : 53,34 - 59,69 cm (21 - 23,5 inch.)
Hündinnen : 50,8 - 55,88 cm (20 - 22 inch.)
Gewicht : Rüden : 20,4 - 27,2 kg (45 - 60 pounds)
Hündinnen : 15,9 - 22,7 kg (35 - 50 pounds)
Das Gewicht steht im richtigen Verhältnis zur Widerristhöhe. Die
genannten Größen und Gewichte bezeichnen die äußersten Grenzen ohne
einem Extrem den Vorzug zu geben. Übermäßige Knochenstärke oder
Übergewicht sollte bestraft werden. Die Länge des Körpers, gemessen vom
Schultergelenk bis zum Sitzbeinhöcker, übertrifft ein wenig die
Widerristhöhe.
Ausschließender Fehler : Rüden über 59,69 cm und Hündinnen über 55,88
cm.
KOPF:
AUSDRUCK: durchdringend, aber freundlich; interessiert und sogar
schelmisch.
AUGEN: mandelförmig, mäßig auseinanderliegend und etwas schräg gelagert.
Die Augen können braun oder blau sein, wobei ein braunes und ein blaues
Auge sowie mehrfarbige Augen zu akzeptieren sind.
Fehler : zu schräg oder zu dicht beieinander liegende Augen.
OHREN: von mittlerer Größe, dreieckig, eng beieinanderstehend und hoch
angesetzt. Sie sind dick, gut behaart, hinten leicht gewölbt, aufrecht
stehend, mit leicht abgerundeten, aufgerichteten Spitzen.
Fehler : zu groß im Verhältnis zum Kopf; zu weit auseinanderstehend;
nicht fest aufrechtstehend.
SCHÄDEL: von mittlerer Größe und passend zum Körper, oben leicht
gerundet und sich von der breitesten Stelle zu den Augen hin verjüngend.
Fehler : plumper oder schwerer Kopf; zu fein gemeißelter Kopf.
STOP: gut ausgeprägt; das Nasenbein ist gerade vom Stop bis zur
Nasenspitze.
Fehler : nicht genügend ausgeprägter Stop.
FANG: von mittlerer Länge, das heißt, der Abstand von der Nasenspitze
bis zum Stop ist gleich dem vom Stop bis zum Hinterhauptsbein. Der Fang
ist von mittlerer Breite, sich zur Nase hin allmählich verjüngend,
jedoch nicht spitz oder breit endend.
Fehler : Fang entweder zu fein oder zu grob, zu kurz oder zu lang.
NASE: schwarz bei grauen, lohfarbenen und schwarzen Hunden; leberfarben
bei kupferfarbenen Hunden; bei rein weißen Hunden kann sie fleischfarben
sein. Die rosastreifige "Schneenase" ist zu akzeptieren.
LEFZEN: sie sind gut pigmentiert und eng anliegend.
ZÄHNE: Scherengebiss.
Fehler : jede Abweichung vom Scherengebiss.
HALS, OBERE LINIE, KÖRPER
HALS: mittlere Länge, gebogen, im Stand stolz aufgerichtet. Im Trab ist
der Hals so gestreckt, dass der Kopf leicht vorgelagert getragen wird.
Fehler : Hals zu kurz und dick, zu lang.
BRUSTKORB: Tief und kräftig, aber nicht zu breit; der tiefste Punkte
liegt unmittelbar hinter und auf gleicher Höhe mit den Ellenbogen. Die
Rippen sind gleich am Ansatz an der Wirbelsäule gut gewölbt, an den
Seiten aber flacher, um einen freien Bewegungsablauf zu erlauben.
Fehler : Brust zu breit; tonniger Brustkorb; Rippen zu flach oder
schwach.
RÜCKEN: gerade und kräftig, mit von den Schulterblättern zur Kruppe
waagerecht verlaufender oberen Linie. Er ist von mittlerer Länge, weder
verhältnismäßig kurz noch nachgebend wegen übermäßiger Länge. Die Lende
ist straff und trocken bemuskelt, schmaler als der Rippenkorb und leicht
gewölbt. Kruppe abfallend, doch niemals so steil, dass das Abfußen der
Hinterläufe beeinträchtigt wird.
Fehler : Matter oder nachgebender Rücken; gewölbter Rücken; abfallende
obere Linie.
RUTE: die gut behaarte Rute in Form einer Fuchslunte ist eben unterhalb
der oberen Linie angesetzt und wird, wenn der Hund aufmerksam ist,
üblicherweise in einem eleganten, sichelförmigen Bogen über den Rücken
getragen. Dabei soll sich die Rute weder an der einen noch an der
anderen Seite des Körpers ringeln, auch soll sie nicht flach auf den
Rücken gedrückt werden. Eine hängende Rute ist normal, wenn der Hund
ruhig und gelassen steht. Das Haar an der Rute ist mittellang und rundum
annähernd gleich lang, wodurch die Rute wie eine runde Bürste aussieht.
Fehler : angedrückte oder eng geringelte Rute; sehr buschige Rute; Rute
zu tief oder zu hoch angesetzt.
VORDERHAND
SCHULTER: das Schulterblatt gut zurückliegend. Der Oberarm ist vom
Schultergelenk zum Ellenbogen etwas nach hinten gerichtet und nie
senkrecht zum Boden. Die Muskeln und Bänder, die die Schulterblätter am
Rippenkorb halten, sind straff und gut entwickelt.
Fehler : steile Schultern; lose Schultern.
VORDERLÄUFE: von vorne betrachtet, stehen die Läufe in mäßigem Abstand
auseinander, parallel und gerade, wobei die Ellenbogen eng am Körper
anliegen, weder ein- noch ausgedreht. Von der Seite betrachtet, sind die
Vordermittelfüße etwas nach vorne gerichtet; die Vorderfußwurzelgelenke
sind kräftig, aber biegsam. Die Knochen sind substanzvoll, aber nie
schwer. Die Länge der Läufe vom Ellenbogen bis zum Boden ist etwas
größer als der Abstand vom Ellenbogen zum Schulterblattkamm.
Afterkrallen an den Vorderläufen können entfernt sein.
Fehler : schwache Vordermittelfüße; zu schwere Knochen; zu enger oder zu
weiter Stand; ausgedrehte Ellenbogen.
PFOTEN: oval, aber nicht lang, von mittlerer Größe, kompakt und gut
behaart zwischen den Zehen und Ballen. Die Ballen sind widerstands-
fähig und dick gepolstert. Bei natürlichem Stand zeigen die Pfoten weder
nach innen noch nach außen.
Fehler : nachgebende oder gespreizte Zehen; Pfoten zu groß und plump, zu
klein und zart; zeheneng oder zehenweit.
HINTERHAND: von hinten betrachtet stehen die Läufe in mäßigem Abstand
auseinander und parallel. Die Oberschenkel sind gut bemuskelt und
kraftvoll, die Knie gut gewinkelt, die Sprunggelenke zeichnen sich gut
ab und sind bodennah plaziert. Afterkrallen, falls vorhanden, sollen
entfernt sein.
Fehler : gestrecktes Knie, zu enger oder zu weiter Stand.
HAARKLEID: das Haarkleid des Siberian Husky ist doppelt und mittellang,
hat ein schönes, pelzartiges Aussehen, ist aber niemals so lang, dass es
die klaren Außenlinien des Hundes verdeckt. Die Unterwolle ist weich und
dicht und von genügender Länge, um das Deckhaar zu stützen. Die
längeren, steifen Haare des Deckhaares sind gerade und etwas anliegend,
nie harsch und nicht gerade abstehend vom Körper. Es sollte beachtet
werden, dass das Fehlen der Unterwolle während des Haarwechsels normal
ist. Das Kürzen der Tasthaare sowie der Haare zwischen den Zehen und um
die Pfoten herum ist erlaubt, um ein gepflegtes Äußeres zu betonen. Das
Trimmen des Haarkleides an jeder anderen Stelle ist nicht verzeihlich
und sollte streng bestraft werden.
Fehler : langes, rauhes oder struppiges Haarkleid; zu harsche oder zu
seidige Textur; getrimmtes Haarkleid, außer an den erlaubten Stellen.
FARBE: alle Farben von schwarz bis rein weiß sind erlaubt. Eine Vielfalt
von Zeichnungen am Kopf ist üblich, einschließlich mancher auffallender
Muster, die bei anderen Rassen nicht zu finden sind.
GANGART: sie ist schwungvoll und scheinbar mühelos. Der Siberian Husky
ist flink und leichtfüßig. Im Ausstellungsring sollte er an einer locker
hängenden Leine in einem mäßig schnellen Trab vorgestellt werden, dabei
guten Vortritt und Schub zeigend. Der sich im Schritt bewegende Siberian
Husky, von vorne nach hinten betrachtet, zeigt keinen bodenengen Gang;
doch wenn er schneller läuft, tendieren die Läufe nach und nach zur
Mitte hin, bis die Pfoten auf eine Linie gesetzt werden, die genau unter
der Längsachse des Körpers verläuft. Wenn die Abdrücke der Pfoten sich
decken, bewegen sich die Vorder- und Hinterläufe geradeaus gerichtet,
ohne dass die Ellenbogen oder Kniegelenke weder ein- noch ausdrehen. Die
Läufe bewegen sich parallel. Während der Bewegung bleibt die obere Linie
straff und gerade.
Fehler : kurze, tänzelnde, unruhige, schwerfällige oder rollende
Gangart, kreuzend oder schräg laufend.
TEMPERAMENT: das charakteristische Temperament des Siberian Husky ist
freundlich, sanftmütig, aufmerksam und kontaktfreudig. Er zeigt nicht
die besitz betonenden Eigenschaften eines Wachhundes, noch ist er allzu
misstrauisch gegenüber Fremden oder aggressiv gegenüber anderen Hunden.
Von einem erwachsenen Hund darf ein gewisses Maß an Zurückhaltung und
Würde erwartet werden. Seine Intelligenz, Lenkbarkeit und sein Eifer
machen ihn zum angenehmen Gefährten und willigen Arbeiter.
ZUSAMMENFASSUNG:
Die wichtigsten Rassemerkmale des Siberian Husky sind mittlere Größe,
angemessene Knochenstärke, harmonische Proportionen, leichte und freie
Bewegungen, richtiges Haarkleid, ansprechender Kopf und ansprechende
Ohren, korrekte Rute und gute Wesensart. Bestraft werden sollten schwere
Knochen, übermäßiges Gewicht, gebundene oder schwerfällige Gangart,
langes, rauhes Haarkleid. Ein Siberian Husky sollte nie so schwer oder
grob erscheinen wie ein Zughund, aber auch nicht so leicht und zart wie
ein Rennhund. Rüden und Hündinnen sollen erkennen lassen, dass sie zu
großer Ausdauer fähig sind. Außer den oben erwähnten Fehlern sind
morphologische Fehler, die alle Rassen gemeinsam haben, beim Siberian
Husky ebenso unerwünscht, wie bei jeder anderen Rasse, auch wenn sie
hier nicht besonders erwähnt sind.
Ausschließender Fehler : Rüden über 59,69 cm (23,5 inch.) und Hündinnen
über 55,88 cm (22 inch.).
Rüden sollen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die
sich vollständig im Hodensack befinden.

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